Frauen in der IT: „Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder“

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Von Weiterbildungsmöglichkeiten, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dem Arbeiten in der männerdominierten IT-Branche

Vom Fachkräftemangel sind viele Unternehmen betroffen. Auch in der IT-Branche reißen sich viele Arbeitgeber um wenige Fachmänner. Moment, nur um Männer? Ja richtig gelesen. IT-Jobs werden nach wie vor überwiegend von Männern ausgeübt. Nur wenige Frauen bewerben sich auf technische Jobs. Ein bedauerlicher Umstand für Goodson. Denn das Unternehmen setzt auf Vielfalt und Chancengleichheit bei seinen Mitarbeiter*innen. Fatima Köz und Katharina Rauch erzählen in diesem Beitrag über das Arbeiten in einer männerdominierten Branche und welche Möglichkeiten Goodson seinen Mitarbeiter*innen, speziell Frauen, bietet.

Frauen in der IT

Vereinbarkeit von Weiterbildung und Beruf

Acht Jahre arbeitet Fatima Köz mittlerweile bei Goodson. Nach ihrem BWL-Studium an der FH Vorarlberg startete die 34-Jährige als Vertriebsassistentin, um im Anschluss die Position der Assistenz der Geschäftsführung zu übernehmen. Seither hat sich die sympathische Vorarlbergerin im Rahmen ihrer Tätigkeit bei Goodson beruflich weiterentwickelt. Seit 2017 verantwortet Fatima auch den Bereich Controlling, was eine intensive Zusammenarbeit mit den Business Consultants bedeutet.

Fatima Köz

„Ein Arbeitgeber muss mir die Möglichkeit der Weiterentwicklung bieten. Bei Goodson trete ich nicht auf der Stelle, das ist mir wichtig.“

Fatima Köz, Controlling und Organisation

„Mit der Erweiterung meiner Aufgaben im Unternehmen hat auch mein Verantwortungsbereich deutlich zugenommen“, erklärt uns Fatima. „Ein Arbeitgeber muss mir die Möglichkeit der Weiterentwicklung bieten. Bei Goodson trete ich nicht auf der Stelle, das ist mir wichtig.“ Stillstand ist keine Option. Daher hat sie 2020 berufsbegleitend mit dem Masterstudium „Human Resources & Organisation“ begonnen. „Klar ist das manchmal anstrengend. Aber Goodson unterstützt mich sehr im Erreichen meiner Ziele, indem ich mir auch mal kurzfristig frei nehmen kann, da ich auf eine wichtige Prüfung lernen muss“, freut sich Fatima. Geschäftsführer Hansjörg B. Gutensohn bestätigt: „Als Arbeitgeber profitieren wir von wiss- und lernbegierigen Mitarbeiter*innen sehr. Fatima war bei Goodson immer schon stark in personelle Themen involviert. Mit ihrem Masterstudium kann sie uns hier künftig noch mehr unterstützen. Eine Win-Win-Situation für alle.“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Im Rahmen ihrer Tätigkeit rund um das Personalmanagement bei Goodson arbeitet Fatima auch viel mit dem Marketing zusammen. Genau genommen mit Katharina Rauch, die seit 2014 für das Marketing und die Kommunikation bei Goodson zuständig ist. Vor ihrer Anstellung lebte Katharina 13 Jahre in Wien, wo sie auch das Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien abschloss. „Nachdem ich einige Jahre in einer PR-Agentur und später als Redaktionsleiterin in einem Corporate-Publishing-Unternehmen gearbeitet habe, zog es mich wieder zurück in meine Heimat Vorarlberg. Seit 2014 arbeite ich nun schon bei Goodson“, erzählt Katharina. „Anfangs habe ich Vollzeit gearbeitet. Seit der Geburt meiner beiden Kinder in Teilzeit.“ Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen, sei nicht immer einfach. „Es war schon zuvor eine Herausforderung, die nur mit viel Organisation und externer Unterstützung zu bewältigen war, aber seit Beginn der Pandemie gleicht es oft einem Drahtseilakt“, bestätigt Katharina. „Da kommt es vor, dass der Kindergarten aufgrund eines Clusters geschlossen ist und die Großeltern als Risikopatienten nicht für die Betreuung in Frage kommen. Diverse andere Kinderkrankheiten, die aus den Betreuungsstätten angeschleppt werden, reizen den Anspruch an Pflegeurlaub schon sehr stark aus“, beschreibt die 39-Jährige ihre tägliche Challenge als Mutter und Angestellte. „Mit Goodson habe ich glücklicherweise einen Arbeitgeber gefunden, der viel Verständnis für arbeitende Eltern aufbringt. Es gibt klar definierte Ziele für die Mitarbeiter*innen, die es zu erreichen gilt. Aber mir wird ein großes Maß an Flexibilität eingeräumt, damit ich selbst bestimmen kann, wann und wie ich meine Aufgaben erledige“. Das setzt ein hohes Vertrauen des Arbeitgebers in die Mitarbeiter*innen und viel Eigenverantwortung der Mitarbeiter*innen voraus, ergänzt Katharina: „Das ist eine große Erleichterung. Schön ist, dass im Notfall auch die Kolleg*innen Unterstützung anbieten. Dieser Zusammenhalt und das Teamgefüge schätze ich an Goodson sehr.“

Über Frauen in der IT

Auf die Frage, ob es anfängliche Hemmungen gab, in einer männerdominierten IT-Branche zu arbeiten, berichtet Katharina: „Ich habe zuvor in einem Corporate Publishing-Unternehmen für Lifestyleprodukte gearbeitet. Da war ich überwiegend von Frauen umgeben. Die völlig konträre IT-Branche hat mich überhaupt nicht abgeschreckt. Product Information Management ist ein hochspannendes Thema. Und das Geschlecht meiner Kolleg*innen spielt für mich keine Rolle,“ erzählt Katharina. Fatima ergänzt: „Das vorherrschende Stereotyp von IT-Nerds können wir nicht bestätigen. Bei Goodson arbeiten Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Nationen, die in ihrer Freizeit alle unterschiedlichen Hobbies nachgehen. Da gibt es den Hobbykoch, die Sportlerin, den Bandleader. Gemeinsam haben wir, dass wir alle eine Leidenschaft für technische Lösungen haben. Das finde ich persönlich sehr beeindruckend und sollte eigentlich das berufliche Ziel eines jeden Einzelnen sein: Eine Arbeit zu finden, die Spaß macht.“

„Nach wie vor erhalten Mädchen Puppen und Buben Bauklötze, Bagger und Bohrmaschinen. Das führt dazu, dass das Selbstvertrauen von Jungs in Bezug auf technische Aufgaben deutlich größer ist als bei Mädchen.“

Katharina Rauch, Marketing und Kommunikation

Doch warum sind ihrer Meinung nach Frauen so rar vertreten in den technischen Berufen? Katharina ist überzeugt, dass die Erziehung eine große Rolle spielt: „Nach wie vor erhalten Mädchen Puppen und Buben Bauklötze, Bagger und Bohrmaschinen. Das führt dazu, dass das Selbstvertrauen von Jungs in Bezug auf technische Aufgaben deutlich größer ist als bei Mädchen.“ Sie empfiehlt, Kinder unabhängig vom Geschlecht schon früh mit MINT-Themen vertraut zu machen: „Kinder sind von Natur aus neugierig. Es gibt wunderbares Spielzeug, das bereits Kleinkindern das Programmieren näherbringt oder Experimentierkästen, die spannende Einblicke in die Chemie und Physik geben. Besonders toll finde ich die Buchreihe „Little People, BIG DREAMS“, in welcher beeindruckende Persönlichkeiten wie Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Held*innen der Geschichte kindgerecht vorgestellt werden. Die neueste Ausgabe über die Programmiererin Ada Lovelace habe ich meinen Kindern bereits geschenkt.“ Dem stimmt Fatima zu und ergänzt abschließend: „Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder. Weibliche Fach- und Führungskräfte müssen präsenter werden. Es gibt so viele inspirierende Informatikerinnen, von denen wir unbedingt mehr erfahren sollten.“

Ein weiterer interessanter Blogartikel zum Thema „Frauen in der IT“ findest du hier.

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