Produkte sind in vielen Unternehmen längst keine starren Einzelartikel mehr. Sie bestehen aus Varianten, Komponenten, Abhängigkeiten und Auswahlmöglichkeiten, die sich je nach Anforderung neu zusammensetzen lassen. Genau deshalb ist die Modellierung im PIM ein zentrales Thema. Denn nur mit einer durchdachten Struktur lassen sich Produktdaten so aufbauen, dass sie einerseits flexibel bleiben und andererseits effizient gepflegt und in Prozesse überführt werden können.
Die eigentliche Herausforderung liegt dabei nicht nur in der Datenverwaltung, sondern in der Frage, wie Komplexität sinnvoll organisiert wird. Wie also lassen sich Varianten, Optionen und Regeln so modellieren, dass sie im Frontend einfach nutzbar und im Backend sauber steuerbar bleiben?
Wenn Produkte aus Komponenten entstehen
Ein gutes Beispiel dafür ist Ribag mit dem Lampenkonfigurator. Hier zeigt sich sehr anschaulich, wie Produkte heute aus kleineren Bausteinen zusammengesetzt werden können. Statt mit starren Einzelartikeln zu arbeiten, wird die Logik über Konfigurationen abgebildet, die vom Nutzer auf der Oberfläche gesteuert werden.
Dabei geht es nicht nur um einfache Auswahlmöglichkeiten, sondern um eine Vielzahl an Anforderungen, die im Datenmodell sauber hinterlegt sein müssen:
- Pflichtauswahlfelder
- optionale Bestandteile
- Abhängigkeiten zwischen einzelnen Auswahlmöglichkeiten
- automatische Mengenbezüge
Gerade in solchen Fällen wird deutlich, wie wichtig eine saubere Modellierung ist. Denn was für den Kunden möglichst einfach und intuitiv erscheinen soll, braucht im Hintergrund eine klare, belastbare Struktur.
Multiplikatoren machen Modellierung besonders spannend
Besonders interessant wird es dort, wo nicht nur einzelne Varianten gesteuert werden, sondern wo eine Konfigurator-Auswahl automatisch weitere Auswirkungen hat. Im Fall von Ribag bedeutet das zum Beispiel, dass mit einer Tragschiene nicht nur die Leuchte feiner konfiguriert wird, sondern daraus automatisch auch ein Kombinationsprodukt aus zwei Pendelleuchten entstehen können.
Solche Multiplikatoren sind in der Modellierung besonders spannend, weil sie zeigen, wie eng Produktlogik und Datenstruktur zusammenhängen. Auf der Oberfläche soll der Prozess übersichtlich bleiben, im Hintergrund müssen jedoch Regeln greifen, die Mengen, Beziehungen und zulässige Kombinationen korrekt steuern.
Der Vorteil ist klar:
- Kunden erhalten eine einfache, verständliche Konfiguration
- unzulässige Kombinationen können ausgeschlossen werden
- Mengen werden automatisiert mitgeführt
- die Daten bleiben konsistent für nachgelagerte Prozesse
Genau darin liegt eine der großen Stärken moderner PIM Modellierung.
Die beste Struktur entsteht im Zusammenspiel von Kunde und Berater
Was in der Praxis am meisten Sinn ergibt, ist aus unserer Erfahrung häufig die enge Zusammenarbeit zwischen Kunde und Berater. Der Kunde kennt seine Produkte, seine Daten, seine gewachsenen Strukturen und seine Erwartungen. Der Berater bringt den Blick auf unterschiedliche Modellierungsansätze, Alternativfälle und Best Practices aus anderen Projekten mit.
Fazit
Modellierung mit PIM ist die Grundlage dafür, komplexe Produkte beherrschbar zu machen. Sie sorgt dafür, dass Varianten, Komponenten und Abhängigkeiten nicht im Chaos enden, sondern in einer Struktur, die Effizienz, Klarheit und Durchgängigkeit ermöglicht.
Mit einem PIM wie mediaSolution3 lassen sich solche Anforderungen zuverlässig abbilden. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht das System allein, sondern die Frage, wie Produktlogiken sinnvoll modelliert werden, damit sie für Unternehmen beherrschbar und für Kunden einfach nutzbar bleiben.
RIBAG Case Study RIBAG Lampenkonfigurator




